EV Fürstenfeldbruck
 

Vorwort

 
 
 
 

Erfolge fordern neue und höhere Ziele

EVF erhöht die Zielsetzungen im Nachwuchsbereich aufgrund positiver Saison 2006/2007

Talente der 1. Mannschaft müssen wieder aus den eigenen Reihen kommen

Fürstenfeldbruck, (Michael Fischer) – Während sich viele derzeit im Sommerurlaub befinden oder sich am heimischen Badesee tummeln, wird beim EVF bereits wieder trainiert und geschwitzt. Die Saisonvorbereitung hat nicht nur bei der Seniorenmannschaft der Crusaders begonnen, seit mehreren Wochen befindet sich auch der gesamte Nachwuchs im Sommertraining.

Neben Joggen für die Ausdauer, Kraft- und Zirkeltraining für Muskelaufbau, Schnellkraft und Koordination, wird auch bereits mit Rollerblades, Schläger und leichter Ausrüstung auf der Betonfläche des Eisstadions trainiert. Denn die Erfolge der letzten Jahre im Nachwuchshaben die Zielsetzungen der Verantwortlichen steigen lassen. Zudem ist es eine Hauptaufgabe der Vorstandschaft, die arbeit weiterhin maßgeblich zu fördern, um eigene Talente für den Seniorenbereich ausbilden zu können.

Bestes Beispiel für die Integration des eigenen Nachwuchses ist die Zusammenlegung des Sommertrainings der 1. Mannschaft und der Junioren. Das Training wird von Rudi Sternkopf geleitet, der ja bekanntlich nicht nur erfahrener Trainer ist, sondern auch als Spieler große sportliche Erfolge feiern konnte. Die Junioren sollen frühzeitig an die Seniorenmannschaft herangeführt werden und können sich durch gute Leistungen für das Eistraining qualifizieren. Auch die Planungen des Kaders der Bayernliga-Mannschaft des EVF zeigen, dass man in der bevorstehenden Saison einige Juniorenspielereingeplant hat und diese für die Zukunft integrieren möchte.

Aber die Nachwuchsarbeit beginnt schon bei den Kleinsten des Vereins. Die Erfolge der letzten Saison zeigen, dass die akribische Arbeit der Trainer und Helfer Früchte trägt. „Es war eine Saison, die für den gesamten Nachwuchs einen sportlich erfreulichen Verlauf nahm. Wäre da nicht die Witterungsabhängigkeit, könnten wir sogar von einem reibungslosen Saisonablauf sprechen,“ so Jugendleiter Peter Ravensberg auf der letzten Jahreshauptversammlung des Vereines. Die Höhepunkte zogen sich durch alle Mannschaften:

Die Bambinis und Kleinschüler feierten mit Unterstützung ihrer eigenen lautstarken Fanclubs beachtliche Pokaltuniererfolge und ließen dabei auch namhafte Hallenvereine hinter sich. In der Best-Off-Runde behielt der SC Riessersee nur knapp die Oberhand vor den Brucker Kleinschülern. Die Knabenmannschaft wurde ohne jeglichen Punktverlust Gruppenerster ihrer Liga – dies gelang bayernweit nur noch den Schweinfurtern. Die Schüler wurden vor Saisonbeginn in die Landesliga hochgestuft und erreichten prompt die Aufstiegsrunde zur nächst höheren Liga. Der dritte Platz konnte lange gehalten werden, am Ende langte es dann aber nicht ganz für die Bayernliga.

Die Nachwuchsarbeit reicht aber noch weiter. Auch das Projekt Schuleishockey wird weiterhin unterstützt und gefördert. Mit dem Modell „Schule und Verein“ unter der Leitung von Konrad Schober, einem ehemaligen und langjährigen Vorstandsmitglied, soll bei den Kids die Begeisterung für den Sport geweckt werden und potenzielle Talente frühzeitig entdeckt und gefördert werden. Das Abschlusstunier fiel in der abgelaufenen Saison leider den Wetterkapriolen zum Opfer, für die seit 1988 insgesamt 3.800 ausgebildeten Kinder

steht aber dennoch der Spaß im Vordergrund. „Es freut mich auch weiterhin mit Purzelbäumen auf dem Eis die Jungs und Mädels zu begeistern,“ unterstreicht Schober sein Engagement.

Um erfolgreich mit den Kindern und Jugendlichen arbeiten zu können, bedarf es vieler Trainer und Helfer, die ihre Freizeit opfern, um ihr Wissen und ihre Erfahrungen vermitteln zu können. Hier hat sich in den letzten Jahren eine gut funktionierende Mannschaft formiert. Darunter befinden sich viele ehemalige Spieler des Vereins (Publikumslieblinge und Meister der 80er und 90er Jahre). „Ihnen allen, Trainern, Betreuern und anderen Helfern zolle ich absoluten Respekt, denn ohne ihr Engagement und ohne ihren Einsatz würde das alles hier nicht funktionieren,“ so Sam Fuchs, erster Vorsitzender des EVF. Als Beispiel für diese Zusammenarbeit ist das Trainergespann Markus Pasterny und Manuel Vilgertshofer zu nennen. In der kommenden Saison betreuen und coachen sie die Schüler- und Jugendmannschaft des Vereins. Während Vilgertshofer zudem den Posten des Beisitzers in der Vorstandschaft übernommen hat und sein Spielertrikot somit im Schrank hängen bleibt, spielt Pasterny (absolviert nebenbei sein Studium zum Sportlehrer) noch aktiv in der 1. Mannschaft.

Der eigene Stallgeruch ist emminent wichtig. Eigene Erfahrungen, Trainingsmethoden und Spielsysteme können authentisch vermittelt werden. Und die Begeisterung der Kids ist groß. All dies hilft nicht nur der sportlichen Entwicklung, man vermittelt den Jugendlichen auch Ziele und Erfahrungen, die für ihr späteres Leben wichtig werden können.

Die Trainer aller Nachwuchsmannschaften arbeiten gut zusammen. Man möchte versuchen, in der kommenden Saison ein übergreifendes Trainingskonzept zu erstellen. Dabei sind sich alle einig: „Wir sind auf dem richtigen Weg, unsere Mannschaften in der höherklassigen Eishockey-Hallenszene zu etablieren – auch, wenn wir weiterhin nur ein Freiluftstadion zur Verfügung haben!“.

Das Thema Halle ist und bleibt in Fürstenfeldbruck und innerhalb des Vereins immer ein heisser Diskussionspunkt. Man könnte früher mit dem Eistraining beginnen, weitere Eiszeiten zur Verfügung stellen und sich so entsprechend gleichwertig auf die Spielzeiten vorbereiten. Auch die Fördermaßnahmen, die der Verein über den Bayerischen Eissport Verband (BEV) in Anspruch nimmt könnten noch besser in die jugendlichen Talente investiert werden. „Talente formt man in der Halle und dort werden sie auch gesucht!“ gibt Jugenleiter Ravensberg zu bedenken. Aber auch Partner aus Politik und Wirtschaft werden benötigt, um das Hauptanliegen des Vereines – die Nachwuchsarbeit und -förderung – noch aktiver gestalten zu können. Es ist wichtig, dass man aus den eigenen Reihen wieder einen neuen Manfred Schreiber, Erwin Schedlbauer oder auch einen Brucker Jon Bärlund formen kann!